Das Köchetreffen 2019

Zwei Tage lang tagten die BIOSpitzenköche in dieser Woche bei ihrem Kollegen Stefan Walch in Speyer und diskutierten nachhaltige Gastro-Trends mit Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Zum Jahrestreffen der BIOSpitzenköche reisten in dieser Woche vierzehn unserer zwanzig Köche in die Domstadt Speyer. Im schicken Gewölbekeller von Gastgeber Stefan Walch wurde diskutiert, geplant und motiviert. Alles mit einem Ziel: Mehr Bio auf unsere Teller zu bringen.

Besuch der BIOSpitzenköche bei ihrem Kollegen und Gastgeber Stefan Walch in Speyer. Von links nach rechts: Christopher Hinze, Alfred Fahr, Rainer Hensen, Simon Tress, Stefan Walch, Bernhard Bonfig, Sebastian Junge, Marcello Gallotti, Dr. Harald Hoppe, Olaf Herzig, Tino Schmidt und Hardy Lang. Foto: Sabine Jörg ©BLE

Auch Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler kam vorbei um die BIOSpitzenköche bei Stefans köstlichem „Pfälzer“-Mittagessen kennen zu lernen. Heiß diskutiert wurde vor allem, was in Restaurants, Kantinen und Großküchen mehr für Klima- und Umweltschutz getan werden kann. Denn, die Erfahrung der in Speyer versammelten Meister-, Chef-, und Sterneköche zeigt, dass sich immer mehr Gäste nachhaltige Gastro-Konzepte mit regionalen, saisonalen und Produkten in Bioqualität wünschen. „Das ist eine super Chance für Gastronominnen und Gastronomen in Speyer, in Rheinland-Pfalz und überall in Deutschland“, so Speyers Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

 

Hier ist gemeinsames Anpacken gefragt!

Restaurantchef Sebastian Junge aus Hamburg fackelt nicht lange. Für ihn ist klar, dass sich eine Ernährungswende nicht allein durch die Gastronomie durchsetzen lässt. Der junge Koch wünscht sich das große Ganze: „Bildung, Politik, Verbraucher, Medien, Organisationen: Hier ist gemeinsames Anpacken gefragt!“. In Stefans Pfälzer Heimat setzt beispielsweise der Öko-Aktionsplan Rheinland-Pfalz wichtige Impulse. Sein Ziel: den Ökolandbau in Rheinland-Pfalz auf 20 Prozent ausbauen.

Wo fängt man am besten an? Ein wichtiger Baustein des Aktionsplans setzt zum Beispiel auf die Berufsausbildung in der Gastronomie. Auszubildende sollen bereits in der Berufsschule viel mehr über die Produktion und Verarbeitung ökologischer Produkte lernen. „Nicht jeder BIOSpitzenkoch hat seine Karriere mit Bio gestartet, sondern ist, so wie ich, aus der Erfahrung und im Umgang mit Qualität und Geschmack von Lebensmitteln dahin gekommen. Wenn wir mehr Bio in der Gastronomie wollen, ist neben Überzeugung und Leidenschaft, die Aus- und Weiterbildung junger Küchenprofis genau der richtige Weg.“, sagt Gastgeber Stefan Walch.

BIOSpitzenkoch Stefan Walch, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Elmar Seck (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung), BIOSpitzenköche Bernhard Bonfig, Sebastian Junge und Dr. Harald Hoppe im Gewölbekeller. Foto: Sabine Jörg ©BLE

Herzenswunsch: Mehr Bio für Kinder

Ernährungscoach und Bioberater Dr. Harald Hoppe richtet sich mit einem Wunsch, der ihm seit langem auf dem Herzen liegt direkt an Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler: „Ich wünsche mir Impulse und Akzente von kommunalen und politischen Entscheidungsträgern für mehr Bio in Kindergärten und Grundschulen.“ Oberbürgermeisterin Seiler stimmt ihm zu: „Mir ist wichtig, dass Kinder erleben können, wie frische und gesunde Lebensmittel wirklich schmecken. Wie schmeckt zum Beispiel eine Himbeere zur Himbeerzeit? Da müssen auch kommunale Arbeitgeber entscheiden, wie viele Mittel zur Verfügung gestellt werden und das so, dass auch alle daran teilhaben können.“

 

Am Ende sind sich alle einig: Mehr Bio von regionalen Bauernhöfen in der lokalen Gastronomie bringt entsprechend positive Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und für den Natur-, Klima, und Umweltschutz. Dafür setzen sich die BIOSpitzenköche weiter ein.