Bio-Stadt Hamburg bekommt BIOSpitzenkoch

Dürfen wir vorstellen? Hamburgs erster BIOspitzenkoch. Sebastian Junge ist Koch und Aktivist. Als BIOSpitzenkoch möchte er die Ernährungs- und Agrarwende für mehr Nachhaltigkeit aktiv mitgestalten.

Hamburgs erster BIOSpitzenkoch: Sebastian Junge. Foto: Roman Schaible, Copyright: BLE

Letzten Sommer haben wir die Hamburgerinnen und Hamburger aufgefordert, uns ihre liebsten Bio-Köchinnen und Bio-Köche zu nennen. Wir haben einige Vorschläge bekommen. Vielen Dank dafür. Sebastian Junge, Inhaber und Küchenchef des Restaurant Wolfs Junge im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst hat uns überzeugt!

Sebastian Junge ist Koch und Aktivist. Und er ist ehrgeizig. Als BIOSpitzenkoch möchte er die Ernährungs- und Agrarwende für mehr Nachhaltigkeit aktiv in seiner Stadt mitgestalten. Sein gastronomisches Konzept hat die Köchevereinigung überzeugt: Seit Februar ist Sebastian Junge Hamburgs erster BIOSpitzenkoch.

Elmar Seck vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau heißt Sebastian Junge bei den BIOSpitzenköchen willkommen. Foto: Roman Schaible, Copyright: BLE

Mehr als kochen: nachhaltige Genusskultur

Hundert Prozent Bio, das gilt im „Wolfs Junge“ für alles, was auf Teller und in Gläser kommt. Das konsequent nachhaltige Restaurantkonzept ist noch viel mehr: Strom für Küche und Restaurant kommt vom Ökostromanbieter, Besorgungsfahrten werden mit dem Lastenrad erledigt, Grünabfälle von Regenwürmern im Wurm-Kompostierer und das Team setzt auf Re- und Upcycling-Produkte. Denn: „Wir wollen eine nachhaltige Genusskultur, umweltgerecht und sozial. Mit unseren Entscheidungen unterstützten wir entsprechende Arbeitsformen und Systeme“, so der neue BIOSpitzenkoch.

„Land- und handgemacht“

Die zertifizierten Bio-Rohstoffe stammen überwiegend von Bio-Höfen der Region. Zum Beispiel vom Hof Klostersee oder aus dem eigenen biologisch-dynamischen Küchengarten, den er mit seiner Küchencrew selbst bewirtschaftet. „Land- und handgemacht“ lautet Sebastians Küchenmotto. Und das kann man wörtlich nehmen. In der Küche wird alles selbst gemacht mit viel Respekt vor den Grundprodukten: Vom Sauerteigbrot bis zur Praline, über die Blut- und Leberwurst und sogar die Butter. Denn: „Nur wer sein Brot selber backt weiß, wer den Weizen angebaut und daraus Mehl gemahlen hat“.

Wie das schmeckt durften wir beim #meetandeat anlässlich seiner Aufnahme in die bundesweit einzige Vereinigung von Bio-Köchen in seinem Restaurant erfahren und vor allem wertschätzen.

Probiert doch Sebastians Sauerteigbrot.