Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation Direkt zur Suche

Her mit dem Frost! Zwei superleckere, leichte Rezepte mit Grünkohl

Her mit dem Frost? Das gilt jedenfalls für viele Wintergemüse, vor allem aber für Grünkohl. Ob und wie man Grünkohl mag, liegt wahrscheinlich daran, wo man aufgewachsen ist. Traditionell kommt er ja eher deftig, mit Speck und Schwarte oder knackigen Würstchen auf den Teller. Doch, es geht auch leicht und luftig. Wirklich! Überzeuge dich selbst.

Echt fluffig: Grünkohl-Soufflé

Fluffig ist ja nicht unbedingt das erste, was uns bei Grünkohl einfällt. Umso besser, dass wir bei BIOSpitzenkoch Stefan Walch nachgefragt haben. Stefan hat ein Rezept mitgebracht, mit dem der robuste Blattkohl zum luftigen Soufflé gezähmt wird. Er blanchiert die krausen Grünkohlblätter in reichlich Salzwasser. Sie werden im Anschluss fein gehackt und in einer cremigen Sauce aus Milch, Eigelb und Gemüsefond püriert. Dann wird vorsichtig steif geschlagenes Eiweiß untergerührt. In kleine Förmchen gefüllt, geht alles in den Ofen. Und kommt nach etwa 20 – 25 Minuten duftend und locker wieder heraus. Ein wenig kraus mag Stefan es dann aber doch: Mit einem knackigen, frischen Frisee-Salat zu seinem Grünkohl-Soufflé

Grünkohl-Soufflé von Stefan Walch. Foto: Jürgen Holz ©BLE

Treffen sich zwei Superfoods: Pikanter Grünkohlsalat mit Quinoa

Treffen sich zwei „Superfoods“ – und es wird lecker. Und gesund! Grünkohl und Quinoa. In Christopher Hinzes knackig-scharfem Wintersalat liefert das Duo viele Mineralien und Vitamine. Christopher blanchiert die in Stücke gerissenen Grünkohlblätter. Aber nur kurz, denn so behalten sie ihre sattgrüne Farbe. Die Quinoakörner werden gewaschen und in reichlich Wasser gekocht. Nachdem sie abgekühlt sind, vermischt Christopher sie mit geschnittenen Tomaten, Peperoni und gebratenen Pastinaken. Pastinaken? Ähnlich wie Topinambur, waren Pastinaken ein in Deutschland fast vergessenes Wurzelgemüse, bis sie von Biobäuerinnen und Biobauern wiederentdeckt wurden. Christopher schätzt ihren leicht süßlichen Geschmack. Die blanchierten Grünkohlblätter werden mit einem frischen Dressing aus Olivenöl, Sojasauce, Apfelessig, Orangen-, Zitronensaft und Honig angerichtet und dann vorsichtig unter die Quinoa-Mischung gehoben. Christopher serviert seinen pikanten Grünkohlsalat mit Walnüssen, geröstetem Sesam und frisch geschnittener, glatter Petersilie.

Pikant und bunt: Quinoa-Grünkohlsalat von BIOSpitzenkoch Christopher Hinze. Foto: Jürgen Holz ©BLE

Her mit dem Frost: Warum das denn?

Ihr wolltet schon immer wissen, warum Grünkohl nach dem ersten Frost einfach besser schmeckt? Hier kommt die Erklärung – mal ganz wissenschaftlich. Unabhängig vom Frieren auf dem Bio-Acker: Grünkohl kannst du auch gut einfrieren: Nach dem Blanchieren wird er einfach grob gehackt und portionsweise verpackt eingefroren. Im Tiefkühlfach hält er 8-10 Monate. Mehr Tipps dazu gibt es hier: Lebensmittel gut einfrieren.

Her mit der Ernährungs-Energie: Quinoa

Quinoa ist ein sogenanntes Pseudogetreide. Eigentlich kommt es von den Hochebenen der Anden in Südamerika. Hier betreiben kleinbäuerliche Initiativen den ökologischen Anbau von Quinoa. Doch weil es auch hier immer beliebter wird, gibt es auch in Deutschland inzwischen etwa 60 Betriebe, die Quinoa anbauen. Zum Beispiel in der Lüneburger Heide.