„Meine BioSaison“: Food-Bloggen vom Bio-Acker

Wer gerne kocht, der liebt knackige, frische Zutaten. So wie die BIOSpitzenköche. Und wie Benni und Theres mit ihrem Food-Blog „Gerne Kochen“. Benni hat uns schon einmal auf einen Biohof in seiner Heimat am Niederrhein begleitet. Und wollte mehr wissen: Was können leckere Bio-Zutaten für ihre Blog-Küche tun? Und wie entstehen sie eigentlich? Wir haben Benni und Theres deshalb zu „Meine BioSaison“ eingeladen. Was sie erleben? Schaut doch mal rein!

Benni und Theres. Was sie am liebsten tun? Kochen und darüber schreiben auf ihrem Blog "Gerne Kochen".

Theres und Benni haben eine gemeinsame Leidenschaft: Das Kochen.

Von Curry-Wurst bis Sushi, lieben sie das ganze Spektrum handgemachter Leibgerichte. Und weil sie nur sehr wenig lieber tun, als gemeinsam in der Küche zu stehen, beschäftigen sie sich viel mit den Lebensmitteln, die sie dort brauchen. Wie zum Beispiel ihrem Gemüse: Knackig, frisch, voller Aromen und Vitalstoffe soll es sein. Aber auch abwechslungsreich und ausgefallen, zum Beispiel mit spannenden, außergewöhnlichen Gemüse- und Obstsorten.

Benni, Theres und das Bio-Gemüse: pflanzen, ernten, kochen und ein Tag Hofpraktikum

Wer nach ausgefallener Gemüsevielfalt sucht, landet schnell im Hofladen eines nahegelegenen Biohofes. Und das ist ganz in Theres und Bennis Interesse. Denn frische Zutaten für ihre Rezepte kaufen sie am liebsten in und aus ihrer Region. Aber, macht denn Bio in der Küche einen Unterschied? Die BIOSpitzenköche sind überzeugt davon. Doch welchen denn konkret? Und muss man dafür Spitzenköchin oder Spitzenkoch sein? Das wollten Theres und Benni genauer wissen. Wir haben sie daher eingeladen, sich das Bio-Gemüse, vom zarten Pflänzchen auf dem Acker, bis in die Töpfe ihrer Blog-Küche, eine Saison lang „live“ anzuschauen. Wie sie ihre „BioSaison“ erleben, das halten sie für euch auf ihrem Blog fest.

Die Gurken mögen es warm im Folientunnel. Foto: Sabine Jörg

Pflanzen pflanzen: ganz schön viel Arbeit!

Schon in der zweiten Maiwoche geht es für Benni und Theres aufs Feld! Daniel Schewe, studierter Ökolandwirt und leidenschaftlicher Gemüsebauer, nimmt uns mit auf seine Felder rund um den Biohof Büsch in Weeze. Seine Hofmannschaft pflanzt gerade Salate, Bohnen und verschiedene Kürbissorten in die frisch aufgelockerte Erde. Kälteempfindliche Kulturen, wie Tomaten, Gurken und Melonen, werden in Folientunnel gesetzt. Jede einzelne Pflanze wird ganz behutsam an Rankschnüren befestigt.

In etwa 35 Tagen knackig und reif für die Ernte. Foto: Sabine Jörg

Gemüsepower: Wie kommt die Kraft zum Wachsen in den Boden?

100 Gemüsekulturen in ihrer ganzen Sorten-, Farben- und Formenvielfalt wachsen hier auf zwei Hektar Land, das ist eine Fläche in etwa so groß wie zwei Fußballfelder, über das ganze Jahr. „Wo heute das Gemüse steht, gedeiht im nächsten Jahr Getreide. Und danach erholt sich der Boden zwei Jahre lang mit Kleegras und Luzernen, so genannten Zwischenfrüchten, die Stickstoff aus der Luft im Boden speichern können“, erklärt Daniel. Das nennt sich Fruchtfolge. Eine ausgeklügelte Fruchtfolge sorgt dafür, dass die Böden gesund und voller Nährstoffe bleiben, auch ohne chemisch-synthetische Düngemittel. Noch mehr Nährstoffe liefern Grünkompost und der Mist von den eigenen Rindern und Hühnern. Sie leben mit viel Auslauf draußen, die Hühner in mobilen Ställen, die wöchentlich den Platz wechseln. Wenn alles vom eigenen Hof kommt, spricht man von einem „geschlossenen Betriebskreislauf“ – das ist das Ziel des Ökolandbaus. Daniel hat es auf seinem Hof weitestgehend erreicht.

Ganz schön nützlich: Marienkäfer lieben Blattläuse

Wirtschaften im Einklang mit der Natur ist der Leitgedanke des ökologischen Landbaus. Die Verbundenheit zur Natur spürt man, wenn Daniel eine Marienkäferfamilie unter der Petersilie entdeckt und fast schon persönlich begrüßt. Solche Nützlinge helfen ihm dabei, Schädlinge zu reduzieren und seine Pflanzen zu schützen. Bis zu 150 Blattläuse frisst ein einziger Marienkäfer am Tag. Eine Hilfe, die bei Biolandwirten gerne gesehen wird. Denn der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ist im Ökolandbau verboten.

„Wenn es einer Pflanze gut geht, kommen keine Schädlinge und das hängt mit einem gesunden Boden zusammen.“ Daniel Schewe, Ökolandwirt, Biohof Büsch

Natürliche Helfer im Ökolandbau: Marienkäfer. Beim Helfen schaut Daniel ihnen gerne zu. Foto: Sabine Jörg

Wächst die Pflanze? Das schau ich mir persönlich an!

Während der Wachstumsphase werden die Gemüsefelder immer wieder gejätet und maschinell sowie von Hand gehackt, gehäufelt und regelmäßig bewässert. Zum Schutz vor Schädlingen werden sie mit Netzen abgedeckt. Das ist viel Handarbeit und es vergeht kein Tag, an dem Biolandwirt Daniel sich nicht persönlich vom Wohl seiner Pflanzen überzeugt. Über 35.000 Pflanzen haben Daniel und sein Team in nur zwei Tagen gepflanzt. Nun hoffen sie auf Regen, damit das Gemüse gut wächst. Wenn das Wetter mitspielt, sind die Salate in ungefähr 35 Tagen erntereif.

Und wie geht es weiter für Benni und Theres?

Ein Tag Praktikum auf dem Biohof, was steckt in der Bio-Überraschungskiste und wie kochen Benni und Theres „live“ die selbst geernteten Gemüse in ihrer Blog-Küche? Das zeigen sie Euch in den nächsten Wochen auf ihrem Blog „Gerne Kochen“. Ihr seid dabei? Sie freuen sich auf Euch!

Bio live erleben

 

Darum geht’s auf den Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau. In Deutschland wirtschaften mehr als 29.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 290 Biohöfe zu Demonstrations-betrieben ernannt. Diese Bio-Betriebe öffnen ihre Türen für Interessierte und zeigen, wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert. Der Biohof Büsch ist einer davon.