„Tierschutz auf dem Teller“

Adelheid und Jürgen Andruschkewitsch bekommen den „Tierwohlpreis“ verliehen. Damit erhält im dritten Jahr in Folge ein BIOSpitzenkoch die „Tierschutz Kochmütze“ der Schweisfurth Stiftung.

Der Preis zeichnet Vorzeigebetriebe aus, die neben dem leiblichen Wohl der Gäste auch an das Wohlergehen der Tiere denken. Und genau das tun Jürgen und Adelheid Andruschkewitsch in ihrem Bioland-Restaurant „Rose“ in Eschenau. Hier wird nur Fleisch von regionalen und biozertifizierten Erzeugern verarbeitet. Das Lammfleisch stammt zum Beispiel von einem Schäfer, der mit seinen Herden die Weiden und Magerwiesen des Landschaftserhaltungsverbandes pflegt.

„Circa 90 Prozent des zu verarbeitenden Fleisches kaufen wir als ganzes Tier und zerlegen es so, dass alle Teile vollständig verarbeitet werden können“, erzählt Adelheid Andruschkewitsch. So werden auch alle Terrinen, Pasteten, Füllungen und Soßen in ihrer Küche selbst hergestellt.

Kurze Transportwege und faire Bezahlungen spielen als Kriterien für die Auszeichnung „Tierschutz auf dem Teller“ auch eine Rolle. Jürgen und Adelheid Andruschkewitsch unterstützen vor allem kleine regionale Biohöfe, die kurze Wege zum Schlachtbetrieb haben, und in denen der Tierbetreuer bis zum Schluss bei seinem Tier bleibt.

Jürgen und Adelheid Andruschkewitsch mit BIOSpitzenkoch Konrad Geiger (r.) und der Bürgermeisterin von Vellberg (l.). ©Schweisfurth Stiftung

Bei dem Besuch eines Restaurants mit der „Tierschutz Kochmütze“ werden die Gäste über artgerechte Tierhaltung informiert und erfahren genau, was sie gerade auf dem Teller haben. „Auf unserer Speisekarte loben wir immer aus von welcher Rasse und welchem Betrieb das Tier stammt“, erklärt Adelheid. Außerdem liegen von allen Erzeugern Infomaterialien für die Gäste aus. Wie man das aromatische Biofleisch fachgerecht verarbeitet, zeigen die frisch gekürten Tierschutz-Mützenträger Jürgen und Adelheid ihren Gästen dann in ihren Kochkursen.